Was ist ein Gap Year?

Ein Gap Year ist eine Auszeit zwischen zwei wichtigen Lebensabschnitten, etwa zwischen Schule und Studium, Ausbildung und Beruf oder Studium und Beruf.

Diese einjährige Auszeit ist eine gute Möglichkeit, nachzudenken und herauszufinden, wohin du im Leben möchtest.

Viele zieht es im Gap Year ins Ausland. Hierbei stehen Au-Pair, Work and Travel oder ein Sprachenjahr hoch im Kurs.

Soziale oder ökologische Freiwilligenarbeit im eigenen Land steht ebenfalls bei vielen auf der Liste. Mit einem FSJ bzw. FUJ kannst du einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten und deinen Lebenslauf aufpeppen.

Wie dein Gap Year genau aussiehst, entscheidest ganz du selbst. Es geht um deine Vorlieben und deine Persönlichkeitsentwicklung! Wir haben für dich alle Vor- und Nachteile und die wichtigsten Infos zusammengestellt.

* ohne Anreise

 

 = Krankenversicherung

 = Unfallversicherung

 = Reiseversicherung

 = Haftpflichtversicherung

 = Pensionsversicherung

 = EU

 = Non EU

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Als Au Pair werden junge Erwachsene oder Jugendliche ab 18 Jahren bezeichnet, die im Ausland für eine Gastfamilie tätig sind, also bei der Kinderbetreuung unterstützen und im Haushalt helfen. Im Gegenzug erhalten diese Verpflegung, eine Unterkunft und meist auch Taschengeld. Gerade nach der Matura entscheiden sich viele junge Leute dazu, diese Erfahrung im Ausland zu machen, um gleichzeitig eine Sprache zu festigen, die sie in der Schule erlernt haben.
Die Dauer des Aufenthalts kann bei manchen Agenturen selbst bestimmt werden. Allerdings beträgt die Mindestdauer 9 Monate und die Maximaldauer 24 Monate.

Zu den Aufgaben gehören die Betreuung der Kinder und leichte Tätigkeiten im Haushalt. Folgende können zum Bespiel Geschirr spülen, Zimmer der Kinder aufräumen oder das Erledigen kleiner Einkäufe sein. Aufgaben, wie etwa Gartenarbeit, Auto waschen oder Putzen des gesamten Hauses gehören allerdings nicht zu deinem Arbeitsfeld.
Die Anzahl der Arbeitsstunden pro Woche variiert von Land zu Land und beginnt ab 15 Stunden pro Woche. Mehr als 45 Stunden pro Woche sollst du aber nirgends arbeiten!

Destinationen

Beliebte Zielländer sind vor allem die USA, Frankreich und Spanien, da dort die gängigsten Unterrichtssprachen gesprochen werden. Prinzipiell ist es aber auch möglich andere Länder in Europa zu besuchen oder auch nach Australien zu reisen. Die möglichen Destinationen variieren von Agentur zu Agentur.

Unterkunft

Als Au Pair wohnst du bei einer Gastfamilie. Für die Unterkunft fallen keine Kosten an. 

Kosten

Je nach Vermittlung unterscheiden sich die Kosten für einen Au Pair Aufenthalt. Die Programmkosten reichen von 490€ bis 1.450€, wobei du bei letzterem bei vollständig absolviertem Aufenthalt 725€ retourniert bekommst. Je nach Land fallen Zusatzkosten für Visum (ca. 135€), einen Strafregisterauszug (ca. 15€) und den Internationalen Führerschein (ca. 15/22€) an.

Wichtig: Bei einem Au Pair Aufenthalt bekommst du Taschengeld! Dieses ist abhängig von Land und Währung, sollte aber alle Freizeitkosten decken.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Fördert die Selbstständigkeit

  • Kennenlernen neuer Kulturen und Menschen (Knüpfen neuer Freundschaften)

  • Vergleichsweise günstig

  • Zusätzlicher Verdienst (Taschengeld)

  • Macht sich sehr gut im Lebenslauf

  • Agenturen planen deinen Aufenthalt und unterstützen dich in allen Belangen

  • Weiterbildung: Sprachkenntnisse verbessern

  • Teil einer Familie werden – dadurch fühlt man sich weniger einsam in einem neuen Land

  • Internationale Arbeitserfahrung

Nachteile

  • Man sollte bereit sein viel Zeit mit Kindern und deren Erziehung zu verbringen

  • Ein Au Pair Aufenthalt ist nicht als Urlaub zu verstehen und immer mit Arbeit verbunden

  • Eventuell spricht die Familie nur deren Muttersprache z.B. Französisch und kein Englisch

  • Es kann schwierig sein sich den neuen Lebensumständen anzupassen (neue Kultur etc.)

  • Wie gut du dich mit der ausgewählten Familie verstehst, ist bis zu einem gewissen Grad Glückssache

Checkliste

Reisepass

Visum – ca. 135€

An- und Abreise (Agenturabhängig)

Gegebenenfalls Impfungen

Internationaler Führerschein (USA) – ca. 15/22€

Strafregisterauszug – ca. 15€

SIM-Karte

Kreditkarte

Gesundheitscheck

 

Anbieter:

  • Cultural Care Au Pair
  • Au-pair4you
  • AuPairWorld
  • AuPairCare

Worum sich die Agentur für dich kümmert:

Versicherungen 

  • Kranken- und Unfallversicherung
  • Verloren gegangenes Gepäck und Schäden/Verlust von Eigentum
  • Haftpflicht und Rechtskosten
  • Hin- und Retourflug bei kurzfristigen Notfällen
  • 24-Stunden-Hilfe über eine kostenfreie Telefonnummer

An- und Abreise (Agenturabhängig)

Abholung vom Flughafen

Voraussetzungen:

18-30 Jahre

Kinderlos

Unverheiratet

Internationaler Führerschein (nur USA)

Einwandfreier Strafregisterauszug

Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes

Aufenthalt mindestens 6 Monate (Agentur- und Länderabhängig)

Beispiele

Wolltest du immer schon mal die Welt bereisen, aber dir fehlt das nötige Kleingeld? Bist du zwischen 18 und 30 Jahre alt?

Dann könnte Work and Travel genau das Richtige für dich sein. Denn hier hast du die Möglichkeit, ferne Länder zu sehen oder am Strand zu entspannen, aber dir auch durch kleine Hilfsarbeiten das nötige Taschengeld dazuzuverdienen.

Typische Tätigkeiten sind Arbeit in Hotels, in der Gastronomie, bei Reiseveranstaltern, bei Seilbahnbetrieben, im Baugewerbe, im Supermarkt, auf der Farm, als Erntehelfer oder als Fremdsprachenlehrer.

Um diese Arbeiten in einem Land, das nicht zur EU gehört, ausführen zu können, benötigst du ein Working Holiday Visum. Weiter unten findest du Informationen, für welche Länder man es beantragen kann.

Woran du neben Visum, Pass und Sonnencreme noch denken solltest, findest du hier:

1. Internationaler Führerschein

Für Fahrten außerhalb Europas wird der internationale Führerschein als Ergänzung zu deinem nationalen dringend empfohlen. Er erleichtert den Behörden im Ausland die Überprüfung, ob eine Berechtigung ein Fahrzeug zu führen vorliegt und ist ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig. Es ist ratsam ihn schon vor Abreise ausstellen zu lassen. Dafür brauchst du lediglich deinen nationalen Führerschein und ein Passfoto. Auf der Website des ÖAMTC findest du Informationen, wo du einen internationalen Führerschein beantragen kannst.

2. Versicherung

Eine Kranken- und Haftpflichtversicherung für das Ausland zu beantragen ist ein absolutes Muss. Denn ohne sie können schon einfache Arztbesuche sehr teuer werden, geschweige denn wenn man sich schwerer verletzt und mit dem Hubschrauber abgeholt werden muss. Angebote dafür findet man bei den gängigen Versicherungsanbietern. Über eine Unfall- und eine Reiserücktrittsversicherung kann man auch nachdenken, je nachdem wieviel Budget man zur Verfügung hat.

3. Ausländisches Bankkonto und Reise-Kreditkarte

Ein ausländisches Bankkonto zu eröffnen ist notwendig, da du ja auch irgendwie dein Gehalt erhalten möchtest. Falls du nicht schon eine besitzt, ist eine Kreditkarte, die im Ausland als Zahlungsmittel anerkannt wird, eine nützliche Anschaffung. Bei der Bank deines Vertrauens findest zu dazu mehr Informationen.

4. Impfungen

Mach dich schlau, ob irgendwelche Impfungen für die Einreise in deine Wunschdestination notwendig sind und kümmere dich rechtzeitig darum.

5. SIM Karte

Um mit neuen Freunden zu kommunizieren oder deine Mama daheim zu beruhigen, ohne in die Kostenfalle zu tappen, ist es wichtig eine Sim Karte im jeweiligen Land zu besorgen.

6. Auto

In Ländern wie Kanada oder Australien sind die Distanzen, die man täglich zurücklegen muss, viel größer, als wir es in Europa gewohnt sind. Öffentliche Verkehrsmittel sind auch oft Fehlanzeige. Um gemütlich von A nach B zu kommen, empfiehlt es sich ein Auto vor Ort zu kaufen und nachher wieder zu verkaufen, da dies im Schnitt günstiger kommt, als für die komplette Reise eines zu mieten. Außerdem bist du so viel flexibler. Bevor du das Auto allerdings kaufst, solltest du damit in eine Werkstätte fahren und es nach versteckten Mängeln durchchecken zu lassen. Nichts ist ärgerlicher als ein Auto, das dauernd etwas hat.

Destinationen

Österreich hat mit folgenden Ländern Vereinbarungen betreffend Working Holiday Visum getroffen:

  • Neuseeland
  • Republik Korea (Süd-Korea)
  • Republik China (Taiwan)
  • Hongkong
  • Japan
  • Israel
  • Kanada
  • Chile
  • Australien
  • Argentinien

Für die meisten Länder (bis auf Australien) kannst du dieses Visum nur einmal im Leben beantragen. Es ist 12 Monate gültig, kann jedoch verlängert werden. Um Einreisen zu können ist ein Nachweis über finanzielle Rücklagen notwendig. Dieser besteht aus einer bestimmten Geldsumme, die du bei Einreise auf dem Konto haben musst und in manchen Fällen ist auch ein Rückreiseticket notwendig.

Weitere Informationen findest du auf der Website des Außenministeriums.

Natürlich muss man nicht immer weit reisen. Wenn dir das Beantragen des Working Holiday Visums zu anstrengend ist, kannst du als EU-Staatsbürger natürlich auch innerhalb der EU reisen und arbeiten. Hierfür brauchst du kein Visum, sondern lediglich einen Pass und bei einem Aufenthalt von über 3 Monaten eine Arbeitsgenehmigung vor Ort.

Unterkunft

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie du in deinem Work and Travel Jahr wohnen kannst. Je nachdem wieviel Geld du ausgeben möchtest und was deine persönlichen Präferenzen sind.

Die billigste Methode ist sicher Campen, in Anlagen oder unter freiem Himmel. Das eignet sich vor allem für Personen, die sehr naturverbunden sind und denen Unternehmungen wichtiger sind als ein weiches Bett zu haben.

Dann gibt es natürlich die Möglichkeit im Hostel zu wohnen. Hier kommt man gut mit anderen Reisenden in Kontakt und die Kosten halten sich auch in Grenzen, allerdings muss man es auch mögen mit mehreren Personen ein Zimmer zu teilen. Vor allem wenn man am nächsten Tag früh aufstehen muss, um arbeiten zu gehen, könnte das zum Problem werden.

Wenn du Kontakt zu Einheimischen knüpfen möchtest, bieten sich Couchsurfing, Homestay, Airbnb oder WGs an.

Eine sehr verbreitete Art zu Wohnen ist das sogenannte Wwoofing. Hier arbeitest du auf Farmen und bekommst dafür Unterkunft und Essen zur Verfügung gestellt.

Kosten

Da du dich ja für Work and Travel interessierst, kannst du die Kosten im Zaum halten, indem du vor Ort dazuverdienst. Je nach Land und Tätigkeit liegt der Stundenlohn zwischen 4 und 14 €.

Die Kosten, die sich hier finden, sind Richtwerte, da sich diese je nach Land und Anbieter von z.B. Versicherungen unterscheiden können. Wir können leider nicht jede mögliche Variante durchrechnen. Beachte auch, dass hier die Lebenshaltungskosten (Unterkunft, Einkaufen, Freizeit, etc.) noch nicht einberechnet sind. Dennoch wollten wir dir einen Eindruck vermitteln, welche Kosten potentiell auf dich zu kommen:

 

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Reisen und Geld verdienen

  • Man erlebt das Land ganz anders, wenn man dort arbeitet

  • Selbständigkeit

  • Persönliche Charakterentwicklung

Nachteile

  • Oft Mindestlohn, keine tollen Arbeiten

  • Weniger Zeit zum Genießen, da Arbeit

  • Organisatorischer Aufwand (Visum etc.)

Checkliste

Flüge

Unterkunft

Working Holiday Visum

Nachweis über finanzielle Rücklagen

Steuernummer beantragen

Dropbox: Kopie wichtiger Dokumente

Versicherung

Kreditkarte

Internationaler Führerschein

Impfungen

SIM Karte

Wenn du nicht alles selbst organisieren möchtest, gibt es auch einige Anbieter, die dir das abnehmen. Welche Variante dir lieber ist, kommt ganz auf deine persönlichen Präferenzen an. Auf der Website der einzelnen Anbieter findest du mehr Informationen zu Angeboten und was du in den jeweiligen Ländern machen kannst. Wir haben dir die sechs größten Agenturen herausgesucht:

  • AIFS
  • EF
  • Travelworks
  • Stepin
  • Statravel
  • Praktikawelten

Beispiele

Freiwilliges Sozialjahr (FSJ)

Wenn du dich in Österreich sozial engagieren möchtest, 18-24 Jahre alt bist und im besten Fall eine abgeschlossene Schulbildung hast, dann könnte das “Freiwillige Sozialjahr” (FSJ) perfekt für dich sein. Du leistest dadurch nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, sondern falls du einen sozialen Beruf anstrebst, kannst du hier schon einmal testen, ob es das Richtige für dich ist.

Gut im Lebenslauf macht sich ein FSJ auf jeden Fall. Es ist auch eine optimale Überbrückung für Leute, die den Aufnahmetest für einen sozialen Beruf nicht geschafft haben und die Wartezeit bis zum nächsten Antritt sinnvoll nutzen möchten.

Die Dauer des FSJ reicht von 6 bis maximal 12 Monate. Zivildienstpflichtige Männer können sich einen Einsatz von mindestens 10 Monaten anrechnen lassen. Auf der Website der Zivildienstagentur kannst du dich darüber genauer informieren.

Die Einsatzgebiete erstrecken sich von Betreuung von Menschen mit physischer oder psychischer Beeinträchtigung über Arbeit mit Drogenabhängigen, alten Menschen oder Kindern bzw. Jugendlichen.

Der Arbeitseinsatz wird pädagogisch begleitet und durch ein Bildungsprogramm ergänzt.

Attraktiv ist auch, dass du während dieser Zeit kranken-, unfall- und pensionsversichert bist und Familienbeihilfe bekommst, solang die Voraussetzungen dafür gegeben sind.

Die Anmeldung variiert von Institution zu Institution ein wenig. Allerdings musst zu bei allen zuerst eine schriftliche Bewerbung abschicken und wirst dann zum persönlichen Gespräch eingeladen.

Mehr Informationen bietet dir diese FSJ-Website.

Destinationen

Das FSJ ist nur in Österreich möglich und das auch lediglich bei bestimmten Institutionen, dazu gehören:

  • Verein zur Förderung freiwilliger sozialer Dienste
  • Diakonie Österreich
  • Volkshilfe Oberösterreich
  • Soziale Berufsorientierung Vorarlberg
  • Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs
  • Österreichisches Rotes Kreuz
  • Caritas

Auf der Website des Sozialministeriums finden sich weitere Informationen zu den Institutionen.

Falls du Freiwilligenarbeit im Ausland verrichten möchtest, gibt es natürlich auch die Möglichkeit außerhalb des FSJ auf ähnliche Programme zurück zu greifen. Einige Bespiele dafür sind:

Unterkunft

Die Unterkunft wird dir kostenlos zur Verfügung gestellt. Informiere dich hierzu bei den jeweiligen Institutionen.

Kosten

Während deines FSJ bekommst du ein Taschengeld von monatlich 245 € netto für 34 Stunden/Woche. Die Verpflegung und eine allfällige Unterkunft werden dir gratis zur Verfügung gestellt. Alternativ zur Unterkunft werden dir die Fahrtkosten für die Öffis ersetzt.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Taschengeld von 245 €

  • Fahrtkostenersatz Öffis

  • Kostenlose Verpflegung und Quartier

  • Anrechnung auf Zivildienst möglich

  • Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung

  • Freistellungstage analog dem Urlaubsgesetz

  • Pädagogische Begleitung

  • Soziale Tätigkeit

  • Familienbeihilfe weiter möglich

  • Guter Eindruck im Lebenslauf

Nachteile

  • Nur innerhalb von Österreich möglich

  • Geringes Entgelt für 34 Stunden Arbeit

  • Psychisch und physisch anstrengende Arbeit

Checkliste

Für die schriftliche Bewerbung:

vollständig ausgefüllter Bewerbungsbogen mit aufgeklebtem Foto

Beantwortung aller Fragen auf der zweiten Seite des Bewerbungsbogens (bitte auf einem   Beiblatt)

Lebenslauf

formlose hausärztliche Bestätigung über die psychische und physische Gesundheit

Beispiele

Freiwilliges Umweltjahr (FUJ)

Die Polarkappen schmelzen, die Arktis brennt und wir tragen alle Mikroplastik in uns. Fast täglich erreichen uns neue Hiobsbotschaften. Dass es fünf vor zwölf ist haben die meisten Menschen mittlerweile erkannt. Wenn auch du nicht mehr tatenlos zusehen möchtest, ist das freiwillige Umweltjahr (FUJ) vielleicht genau das Richtige für dich.

Potentielle Tätigkeiten sind die Mithilfe bei Veranstaltungen/Führungen/Infoständen/Vorträgen, Recherche, Medienbetreuung, Pressearbeit, Garten- und Landschaftspflege oder Betreuung von Menschen im Umweltbereich. Dies ist bei Organisationen wie z.B. National- und Naturparks, Vegane Gesellschaft Österreichs oder FAIRTRADE Österreich möglich

Das FUJ ist für Personen im Alter von mindestens 18 Jahren möglich. Die Dauer beträgt 6 bis 12 Monate. Für die Bewerbung ist ein ärztliches Attest, das deine psychische und physische Belastbarkeit bestätigt, notwendig. Wie das FSJ kann auch ein FUJ von mindestens 10 Monaten als Zivildienstersatz angerechnet werden.

Generell variiert die Bewerbung von Institution zu Institution ein wenig. Allerdings musst du bei den meisten zuerst eine schriftliche Bewerbung (Link Checkliste) abschicken und wirst dann zum persönlichen Gespräch eingeladen.

Attraktiv ist auch, dass du während dieser Zeit kranken-, unfall- und pensionsversichert bist und Familienbeihilfe bekommst, solang die Voraussetzungen (link Voraussetzungen Familienbeihilfe) dafür gegeben sind.

Destinationen

Das FUJ ist nur innerhalb von Österreich möglich. Allerdings stehen über 50 gemeinnützige Einsatzstellen in den Bereichen Umwelt, Naturschutz, Nachhaltigkeit oder Entwicklungsarbeit zur Verfügung.

Unterkunft

Eine Unterkunft kann dir nach Vereinbarung zur Verfügung gestellt werden. Wende dich dabei an die jeweilige Institution.

Kosten

Wie beim FSJ bekommst du beim FUJ ein monatliches Taschengeld zur Verfügung gestellt, dieses beträgt 240 € netto für 34 Stunden pro Woche. Verpflegung und eine Unterkunft werden dir nach Vereinbarung bereitgestellt. Auch eine ÖBB – Vorteilscard und etwaige Fahrtkosten zwischen Wohn- und Einsatzort werden dir ersetzt.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Taschengeld von 240 €

  • Fahrtkostenersatz Öffis

  • Kostenlose Verpflegung und Quartier

  • Anrechnung auf Zivildienst möglich

  • Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung

  • Familienbeihilfe weiter möglich

  • Betrag zum Umweltschutz

  • Guter Eindruck im Lebenslauf

Nachteile

  • Nur innerhalb von Österreich möglich

  • Geringes Entgelt für 34 Stunden Arbeit

  • Psychisch und physisch anstrengende Arbeit

Checkliste

Für die schriftliche Bewerbung:

Ausgefüllter Anmeldebogen (Angabe von 3 Wunsch-Einsatzstellen)

Lebenslauf mit Foto

Motivationsschreiben

Ärztliches Attest oder Stellungsbescheid

Beispiele

Eine längere Sprachreise oder ein Sprachenjahr ermöglicht dir eine fremde Sprache, wie zum Beispiel Englisch, Spanisch, Französisch etc. zu erlernen oder zu festigen, die damit verbundene Kultur kennenzulernen und neue Freundschaften zu knüpfen! Anders als bei Sprachkursen im Inland sammelst du authentische Erfahrungen im gewählten Ausland.

Gerade für SchülerInnen, die nach der Matura eine Auszeit brauchen, sich aber dennoch weiterbilden wollen, ist ein Sprachenjahr eine ausgezeichnete Möglichkeit!
Ein Sprachenjahr dauert 6 bis 12 Monate, damit du intensiv an den Sprachkenntnissen arbeitest und einen Mehrwert mitnimmst. 

Destinationen

Beliebte Zielländer sind vor allem Spanien, Frankreich, England und die USA. Agenturen bieten allerdings fast auf der ganzen Welt Sprachaufenthalte an. Also egal, ob Italienisch, Koreanisch, Portugiesisch oder Chinesisch das Interesse weckt, die Auswahl ist groß.

Unterkunft

In der Zeit des Sprachaufenthalts hast du viele verschiedene Möglichkeiten, was die Unterkunft betrifft. Eine beliebte Option ist die Unterbringung bei einer Gastfamilie. Hier findet ein maximaler Kulturaustausch statt, du bekommst Einblicke in den Familienalltag und kommst schneller in Kontakt mit neuen Menschen. Eine andere Variante ist zum Beispiel ein Wohnheim, beziehungsweise eine Wohngemeinschaft. Diese Unterkunft bietet sich ideal für TeilnehmerInnen an, die sich viel Unabhängigkeit wünschen und trotzdem schnell mit Leuten in Kontakt kommen wollen. Die KursteilnehmerInnen werden entweder in Einzel- oder Zweibettzimmern unterbracht und teilen sich in den meisten Fällen sowohl das Badezimmer, als auch die Küche mit anderen MieterInnen. Wenn du den interkulturellen Austausch auf ein neues Level bringen möchtest, empfiehlt sich das Wohnen auf einem Campus. 

Gemeinsam mit Studierenden aus der ganzen Welt wohnst du auf dem Campusgelände, das viele Vorteile mit sich bringt. Einerseits findet der Unterricht auch direkt am Campus statt, sodass du nicht lange pendeln musst. Andererseits bietet das Gelände viele Annehmlichkeiten, wie unter anderem eine Caféteria, Studenten-Lounge und kostenloses WLAN. (ACHTUNG: nicht jede Agentur hat einen eigenen Campus!) Ebenso ist es bei einem Sprachenjahr möglich sich selbst um die Unterkunft zu kümmern. Vor allem wenn du die Gelegenheit hast bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen, ist dies eine praktische Option.
Viele Sprachreisen bieten neben dem Schulbetrieb auch die Möglichkeit bei diversen Freizeitaktivitäten mitzumachen, damit Kultur und Spaß nicht zu kurz kommen.

Kosten

Je nach Agentur beginnen die Kosten bei etwa 9.990€ (6 Monate, inklusive Unterkunft) oder 3.030€ (20 Wochen, exklusive Unterkunft). Für ein 11-monatiges Sprachenjahr können die Kosten bis zu 22.990€ betragen (inklusive Unterkunft). Für genauere Informationen empfiehlt es sich in einem persönlichen Beratungsgespräch alles zu besprechen.

Vor- und Nachteile

Vorteile

  • Native Speaker unterrichten

  • Du kannst das Gelernte sofort im Alltag anwenden

  • Knüpfen neuer Freundschaften

  • Kennenlernen der Kultur und der Menschen im jeweiligen Land

  • Macht sich gut im Lebenslauf

  • Fördert die Eigenständigkeit und das Selbstbewusstsein

  • Weiterbildung

  • Agenturen planen für dich – du musst dich um wenig selbst kümmern 

Nachteile

  • Du bist möglicherweise zum ersten Mal auf dich allein gestellt

  • Eine Sprachreise ist durchaus nicht Urlaub zu verstehen und immer mit Arbeit verbunden (Hausübungen etc.)

  • Vergleichsweise teuer

  • Wenn du eher schwer auf neue Leute zugehst, kannst du dich anfangs etwas einsam fühlen

Checkliste

Reisepass

SIM Karte

Kreditkarte

Gegebenenfalls Impfungen 

 

Anbieter:

  • EF – Education First
  • SFA – Sprachreisen für alle
  • ESL
  • Babbel Travel

Worum sich die Agentur für dich kümmert:

Flugbuchung

Flughafentransfer direkt zur Unterkunft (Agenturabhängig)

Gegebenenfalls Visum

Versicherungen

  • Reise- und Krankenversicherung

Sprachkurs

Unterkunft

Beispiele

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